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End­darmer­kran­kun­gen und Hämorrhoidalleiden

End­darmer­kran­kun­gen und Hämorrhoidalleiden

Ger­ne bera­ten und behan­deln wir Sie bei Stuhl­ent­lee­rungs­stö­run­gen, Stuhlin­kon­ti­nenz und Obstipation.
Für die Dia­gnos­tik ste­hen uns die neu­es­ten Unter­su­chungs­me­tho­den zur Ver­fü­gung: Ano­sko­pie und Rek­to­sko­pie (Spie­ge­lung des After­ka­nals und Mast­darm), 3D-Ultra­schalls des Anal­ka­nals, peri­nea­ler Ultra­schall und Manometrie).
 

Die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zu den Behand­lungs­me­tho­den von Hämor­rhoidal­leiden erhal­ten Sie in der fol­gen­den Über­sicht. Die Aus­füh­run­gen wer­den Ihnen eini­ge Anhalts­punk­te zu ver­schie­de­nen Fra­gen geben. Über spe­zi­fi­sche Details zu Dia­gno­se­er­stel­lung und Behand­lung infor­mie­re ich Sie ger­ne per­sön­lich in einem Beratungsgespräch.
 

Was sind Hämorrhoiden?

Man unter­schei­det inne­re Hämor­rhoi­den und äus­se­re Hämor­rhoi­den (auch unech­te Hämor­rhoi­den genannt). Inne­re Hämor­rhoi­den ent­ste­hen aus erwei­ter­ten zufüh­ren­den Arte­ri­en, wel­che in ring­för­mi­ge Gefäss­pols­ter im After­ka­nal mün­den. Die­se Gefäss­pols­ter über­neh­men eine wich­ti­ge Auf­ga­be zum Erhalt der Fein­kon­ti­nenz und sor­gen gemein­sam mit dem Schliess­mus­kel dafür, dass der After sei­ne vol­le Dich­tig­keit auf­recht erhält. Das heisst, jeder Mensch besitzt Hämor­rhoi­den. Nur wenn die Hämor­rhoi­den ver­grös­sert sind und Beschwer­den mit sich brin­gen, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden.
Am Aus­sen­rand des Afters loka­li­sier­te, plötz­lich auf­tre­ten­de und oft sehr schmerz­haf­te Blut­gerin­sel des Venen­sys­tems um den Schliess­mus­kel (auch Peri­anal­ven­en­throm­bo­se genannt), wer­den oft mit Hämor­rhoi­den ver­wech­selt, bezie­hungs­wei­se unkor­rekt als „äus­se­re Hämor­rhoi­den“ bezeichnet.
 

Wel­che Beschwer­den kön­nen mit Hämor­rhoi­den auftreten?

Bis zu einem Drit­tel der Bevöl­ke­rung lei­det dar­un­ter und gar die Hälf­te aller über 50-Jäh­ri­gen. Die Sym­pto­me kön­nen sehr unter­schied­li­che Aus­prä­gung haben. Vie­le Men­schen haben ver­grös­ser­te Hämor­rhoi­den sind aber beschwer­de­frei. Jucken, Bren­nen, Näs­sen und Blut­auf­la­ge­rung im Stuhl oder Toi­let­ten­pa­pier sind häu­fig geäus­ser­te Beschwer­den. In einem fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um kön­nen auch tast­ba­re Kno­ten und Schmer­zen hin­zu­kom­men. Ver­schie­de­ne Fak­to­ren wir­ken begüns­ti­gend. Da vor allem Pati­en­ten mit Ver­stop­fung (auch Obs­ti­pa­ti­on genannt) zu Hämor­rhoidal­leiden nei­gen, geht man davon aus, dass star­kes Pres­sen beim Stuhl­gang die Vor­aus­set­zun­gen für eine Erkran­kung begüns­ti­gen. Meist füh­ren Bewe­gungs­man­gel, bal­last­stoff­ar­me Ernäh­rung oder zu wenig trin­ken zu Ver­stop­fung. Ande­re Ursa­chen für die Hämor­rhoi­den-Ent­ste­hung, sind Über­ge­wicht, Schwan­ger­schaft, sit­zen­de Tätig­kei­ten. Auch Pati­en­ten mit einer Bin­de­ge­webs­schwä­che oder Krampf­adern sind mit erhöh­tem Risi­ko behaftet.
 

Wie sieht eine kon­ser­va­ti­ve Behand­lung aus?

Han­delt es sich nicht um eine Not­fall­si­tua­ti­on mit aku­ter Vor­wöl­bung der inne­ren Häm­morhoi­den oder Throm­bo­se, wird pri­mär kon­ser­va­tiv behan­delt. Bei so einer Behand­lung steht die Stuhl­re­gu­la­ti­on durch faser­rei­che Kost oder Quell­mit­tel, auch als Lang­zeit­mass­nah­me und Pro­phy­la­xe, im Vor­der­grund. Zusätz­lich kann vor­über­ge­hend für 2–3 Wochen mit Sal­ben und Sup­po­si­to­ri­en und/oder Fla­va­no­i­den behan­delt wer­den. Dabei ist zu ach­ten, dass ste­ro­id­hal­ti­ge Prä­pa­ra­te nur über kur­ze Zeit ange­wen­det wer­den soll­ten, um eine blei­ben­de Haut­schä­di­gung zu ver­mei­den. Scharf gewürz­te Spei­sen oder stark säu­re­hal­ti­ge Nah­rungs­mit­tel (Zitrrus­früch­te, Toma­ten etc.) sind zu mei­den. Fla­va­no­i­de (Kas­ta­ni­en­ex­trakt­stoff) haben eine toni­sie­ren­de Wir­kung und min­dern eben­falls die Beschwer­den. Sitz­bä­der mit Kamil­le und Tee­baum­öl als Zusatz wir­ken oft unter­stüt­zend. Ver­su­chen Sie sich für den Toi­let­ten­gang Zeit zu neh­men und nicht zu pres­sen. Rei­ni­gen Sie sich durch ein­fa­ches Abdu­schen mit der Brau­se und mei­den Sie mecha­ni­sche Rei­zung durch die Rei­ni­gung mit Toi­let­ten­pa­pier. Am bes­ten eig­net sich ein Dusch-WC. Die meis­ten Pati­en­ten wer­den dadurch beschwer­de­frei und wei­te­re Mass­nah­men sind kurz­fris­tig nicht not­wen­dig. Bei blu­ten­den oder höher­gra­di­gen Hämor­rhoi­den wirkt eine kon­ser­va­ti­ve Behand­lung aber nur vor­über­ge­hend. Bei blei­ben­den Beschwer­den kom­men ope­ra­ti­ve The­ra­pi­en zum Einsatz.
 

Gum­mi­band­li­ga­tu­ren bei erst- und zweit­gra­di­gen Hämorrhoidalleiden

Die­se schmerz­lo­se und gering kom­pli­ka­ti­ons­träch­ti­ge Metho­de gilt als Gold-Stan­dard bei der Behand­lung von erst- und zweit­gra­di­gen Hämor­rhoi­den­lei­den und kann ohne Anäs­the­sie direkt in der Sprech­stun­de erfol­gen. Mit­tels eines Spe­zi­al­ge­rä­tes kann die Schleim­haut ange­so­gen und ein stran­gu­lie­ren­des Gum­mi­band an die Basis des Schleim­haut­bür­zels gelegt wer­den. Die­ses wird von der Durch­blu­tung abge­schnürt und fällt nach 8–10 Tagen ab.
 

Wie sieht die Kon­ven­tio­nel­le Hämor­rhoi­den­ope­ra­ti­on aus?

Die Stan­dard­me­tho­de mit Exzi­si­on umfasst das Aus­schnei­den der Hämor­rhoidal­kno­ten mit dem Elek­tro­skal­pell oder mit­tels Liga­su­re (Schnei­de-Ver­sie­ge­lungs­ge­rät), wobei maxi­mal bis zu drei Kno­ten ent­fernt wer­den. Dabei wird die ent­ste­hen­de Wun­de am After offen belas­sen (nach Mil­ligan-Mor­gan) oder nur teil­wei­se ver­schlos­sen (nach Fer­gu­son). Die Wund­hei­lung dau­ert je nach Wund­grös­se zwi­schen drei bis sechs Wochen. Die­se Metho­de bedingt eine regel­mäs­si­ge Wund­pfle­ge mit Aus­du­schen der Wun­de nach der Ope­ra­ti­on. In den ers­ten Tagen nach der Ope­ra­ti­on (Postoperativ)ist die­se Metho­de schmerz­haf­ter als das mini­mal inva­si­ve Verfahren.
 

Wann wird die Kon­ven­tio­nel­le Ope­ra­ti­on durchgeführt?

Bei ein­zel­nen oder fixier­ten Hämor­rhoidal­kno­ten wird die Metho­de häu­fig angewandt.
 

Wie lan­ge dau­ert der Ein­griff und wel­che Kom­pli­ka­tio­nen kön­nen auftreten?

Die Metho­de ist rela­tiv kom­pli­ka­ti­ons­arm. Durch die offe­ne Wun­de kön­nen klei­ne­re Nach­blu­tun­gen auftreten.Die Vor­warn­zeit beim Stuhl­gang kann wäh­rend der Wund­hei­lungs­pha­se etwas ver­kürzt sein.
 

Was ist eine Staplerhämorrhoidopexie?

Sie wird bei her­aus­tre­ten­den (pro­la­bie­ren­den) Hämor­rhoi­den ein­ge­setzt. Dabei wird ein zir­ku­lä­res Klam­mer­naht­ge­rät in den Anal­ka­nal ein­ge­führt und ein ring­för­mi­ges Seg­ment der Schleim­haut am Ober­rand der Hämor­rhoi­den ent­fernt. Die ver­grös­ser­ten und in den Anal­ka­nal her­aus­tre­ten­den Hämor­rhoid­al­pols­ter wer­den hier­bei nicht ent­fernt, son­dern nach oben gerafft. Die Klam­mer­naht redu­ziert so die Blut­zu­fuhr zu den Hämor­rhoidal­kno­ten. Die­se Metho­de ist rela­tiv schmerz­arm und es ent­ste­hen kei­ne äus­se­ren Wun­den, hat aber im Ver­gleich zu ande­ren Metho­den eine etwas grös­se­re Kom­pli­ka­ti­ons­ge­fahr in Bezug auf Blu­tungs­ri­si­ko, Inkon­ti­nenz, Nar­ben­ein­engung, Stuhl­vor­warn­zei­ten oder Infek­ti­on. Die Gefahr, dass die Hämor­ro­iden wie­der im glei­chen Mas­se her­aus­tre­ten, ist mit 8–9% etwas tie­fer als bei den mini­mal inva­si­ven Verfahren.
Der Ein­griff erfolgt in Regio­nal­an­äs­the­sie oder Kurz­nar­ko­se und dau­ert ca. 30 Minuten.
 

Wann wird die Stap­ler­hä­mor­rhoi­dek­to­mie durchgeführt?

Bei zir­ku­lär ange­ord­ne­ten Kno­ten (als Kon­kur­renz­ver­fah­ren zur HAL-RAR und LHP™).
 

Was ist eine Laser­hä­mor­rhoi­do­plas­tie (LHP™)?

Die LHP™ ist ein scho­nen­des, rela­tiv neu­es Behand­lungs­ver­fah­ren. Die­se Metho­de ist mini­mal inva­siv und die post­ope­ra­ti­ven Schmer­zen sind gering. Die Laser­fa­ser wird über einen klei­nen Schnittt von aus­sen bis in den Hämor­rhoidal­kno­ten vor­ge­scho­ben, wobei sich die Spit­ze der Laser­son­de durch den Pilot­strahl punkt­ge­nau plat­zie­ren lässt. Es ent­ste­hen kei­ne gross­flä­chi­gen Wun­den. Das zufüh­ren­de, kno­ten­ver­ur­sa­chen­de Gefäss gerinnt durch den Laser und wird ver­schlos­sen. In den dar­auf­fol­gen­den sechs Wochen schrumpft der Kno­ten. Der Vor­gang wird in glei­cher Sit­zung für jeden ein­zel­nen Kno­ten wie­der­holt. Bei her­aus­tre­ten­den Hämor­rhoi­den kann die Metho­de mit einer Raff­naht (RAR= Rec­to- Anal-Repair, Muk­ope­xie) kom­bi­niert wer­den. Dadurch wird der Kno­ten zusätz­lich nach oben in den Anal­ka­nal verlagert.
 

Wann wird die Laser­hä­mor­rhoi­do­plas­tie (LHP™) durchgeführt?

Bei meh­re­ren Hämor­rhoidal­kno­ten, unter ande­rem bei zir­ku­lär ange­ord­ne­ten Kno­ten (als Kon­kur­renz­ver­fah­ren zur HAL-RAR und Staplerhämorrhoidektomie).
 

Wie lan­ge dau­ert der Ein­griff und wel­che Kom­pli­ka­tio­nen kön­nen auftreten?

Der Ein­griff erfolgt in Regio­nal­a­na­es­the­sie oder Kurz­nar­ko­se und dau­ert zwi­schen15-30 Minu­ten. Die Metho­de mit der Raff­naht (Muk­ope­xie) kann zu Beginn ein leich­tes Fremd­kör­per­ge­fühl ver­ur­sa­chen. Es lie­gen meh­re­re gute Ergeb­nis­be­rich­te aus Stu­di­en vor und die Behand­lungs­er­geb­nis­se sind ver­gleich­bar mit der HAL-Methode.
 

Was ist eine Hämor­rhoi­den­ar­te­ri­en­li­ga­tur (HAL-RAR)?

Die HAL-RAR ist wie die LHP™ eine mini­mal inva­si­ve Behand­lungs­me­tho­de als Alter­na­ti­ve zur klas­si­schen Hämor­rhoi­den­ope­ra­ti­on. Dabei wird das zufüh­ren­de Gefäss meist unter Ultras­schall­kon­trol­le unter­bun­den und so die Blut­zu­fuhr in den Hämor­rhoidal­kno­ten unter­bro­chen. Der Kno­ten schrumpft inner­halb von 6 Wochen. Wie bei der LHP kann die Metho­de bei her­aus­tre­ten­den Hämor­rhoi­den mit einer Raff­naht (RAR=Recto-Anal-Repair, Muk­ope­xie) kom­bi­niert wer­den. Dadurch wird der Kno­ten nach oben in den Anal­ka­nal gezo­gen. Es ent­ste­hen kei­ne äus­se­ren Wun­den und somit bedeu­tend weni­ger post­ope­ra­ti­ve Schmer­zen. Auch im Lang­zeit­ver­lauf zei­gen sich gute Ergebnisse.
 

Wann wird die Hämor­rhoi­den­ar­te­ri­en­li­ga­tur (HAL-RAR) durchgeführt?

Bei meh­re­ren Hämor­rhoidal­kno­ten unter ande­rem bei zir­ku­lär ange­ord­ne­ten Kno­ten (als Kon­kur­renz­ver­fah­ren zur LHP™-RAR und Staplerhämorrhoidektomie).
 

Wie lan­ge dau­ert der Ein­griff und wel­che Kom­pli­ka­tio­nen kön­nen auftreten?

Der Ein­griff erfolgt in Regio­nal­a­na­es­the­sie oder Kurz­nar­ko­se und dau­ert 15 bis 30 Minu­ten. Die Metho­de mit der Raff­naht (Muk­ope­xie) kann zu Beginn, wie bei der LHP mit einer Raff­naht, ein leich­tes Fremd­kör­per­ge­fühl verursachen.
 

Die Vor­tei­le des Mini­mal-Inva­si­ven Ver­fah­rens (Laser­be­hand­lung und Hämor­rhoi­den­ar­te­ri­en­li­ga­tur) im Überblick:

  • kei­ne gros­sen Schnit­te mit äus­se­ren Wunden
  • kein Ein­satz von ver­blei­ben­dem Fremd­ma­te­ri­al (z.B. Klammern)
  • Gewe­be des Anal­ka­nals und Schliess­mus­kels wer­den geschont
  • klei­ne­re Kom­pli­ka­ti­ons­ge­fahr (Blutung/Inkontinenz)
  • weni­ger post­ope­ra­ti­ve Schmerzen
  • schnel­le­re Gene­sungs­pha­se als bei ope­ra­ti­ven (chir­ur­gi­schen) Methoden
  • wie­der­hol­te Behand­lun­gen sind möglich
  • die Metho­de kann mit ande­ren Behand­lungs­ele­men­ten kom­bi­niert werden

 

Die Nach­tei­le des Mini­mal-Inva­si­ven Verfahrens:

  • fixier­te Hämor­rhoi­den, wel­che nicht zurück­ge­scho­ben wer­den kön­nen, las­sen sich schlecht mit die­ser Metho­de behandeln
  • ver­blei­ben­de Maris­ken (Haut­läpp­chen) müs­sen even­tu­ell spä­ter noch ent­fernt wer­den, sofern die Ent­fer­nung nicht zeit­gleich erfolgt
  • dass die Hämor­rhoi­den erneut her­aus­tre­ten, ist bei den mini­mal inva­si­ven Ver­fah­ren höher als bei der Stap­ler­hä­mor­rhoi­depe­xie oder der Stan­dard­me­tho­de mit Exzision

 

Wann eig­net sich wel­che Metho­de am bes­ten? Die fol­gen­de Emp­feh­lung wie­der­spie­gelt mei­ne per­sön­li­che Ansicht und basiert auf mei­nen, über die Jah­re gesam­mel­ten Erfahrungswerten.

Wel­che The­ra­pie die Bes­te ist, kann nicht pau­schal beant­wor­tet wer­den. Die Ver­fah­rens­wahl ist abge­stimmt auf den Befund, sowie die indi­vi­du­el­len Pati­en­ten­be­dürf­nis­se gestützt.
Bestehen nur klei­ne­re Hämor­rhoi­den­be­schwer­den (erst- bis zweit­gra­di­ge), eig­net sich die Ver­wen­dung von Gum­mi­band­li­ga­tu­ren meist am bes­ten, was für den Pati­en­ten am schon­ends­ten ist.
Wenn gleich­zei­tig klei­ne­re und grös­se­re oder nur grös­se­re behand­lungs­be­dürf­ti­ge Kno­ten bestehen, bevor­zu­ge ich die HAL und immer häu­fi­ger die LHP™ oder ich kom­bi­nie­re bei­de Metho­den mit­ein­an­der. Je nach­dem ver­wen­de ich zusätz­li­che Raff­näh­te, wenn die Kno­ten nicht zurück­schieb­bar sind.
Bei zir­ku­lä­ren pro­la­bie­ren­den Hämor­rhoi­den wen­de ich das Stap­ler­ver­fah­ren immer noch als eta­blier­tes Ver­fah­ren an, ver­wen­de es aber auf­grund der zur Ver­fü­gung ste­hen­den neue­ren Metho­den, auch bezüg­lich der höhe­ren Kom­pli­ka­ti­ons­ra­ten immer sel­te­ner. Hier favo­ri­sie­re ich die HAL-RAR oder LHP™-RAR Methode.
Immer noch emp­foh­len, wegen der post­ope­ra­ti­ven erhöh­ten Schmer­zen, jedoch weni­ger zur Anwen­dung kommt die Stan­dard­me­tho­de mit Exzi­si­on. Vor allem bei fixier­ten und nicht mehr zurück­schieb­ba­ren Ein­zel­kno­ten, ist dies nach wie vor die bevor­zug­te Behand­lungs­me­tho­de und gilt des­halb immer noch als Gold-Standard.

 
Mini­mal inva­si­ve, schmerz­ar­me Hämorrhoidenbehandlung:

Was ist ein Anal­ab­szess und wie ent­steht eine Analfistel?

Am Über­gang zwi­schen Mast­darm zur After­haut (Anoderm) befin­den sich an der soge­nann­ten Zähn­chen­li­nie (Linea den­ta­ta) klei­ne Grüb­chen (Kryp­ten) in wel­che bei rund 70% aller Men­schen Prok­to­de­al­drü­sen (After­drü­sen) mün­den, die zwi­schen dem inne­ren und äus­se­ren Schliess­mus­kel lie­gen. Durch eine Ent­zün­dung im Mün­dungs­be­reich ent­steht ein Abszess, der sich nun zwi­schen dem inne­ren und äus­se­ren Schliess­mus­kel aus­brei­tet und nach aus­sen vor­drin­gend eine schmerz­haf­te, direkt neben dem After lie­gen­de Schwel­lung ver­ur­sacht, den Analabszess.
Hier raten wir in den meis­ten Fäl­len zu einer Chir­ur­gi­schen Mass­nah­me. Nur bei der Hälf­te der Pati­en­ten kommt es im Ver­lauf zur voll­stän­di­gen Abhei­lung. Bei 50% der Betrof­fe­nen hin­ge­gen bil­det sich ein blei­ben­der Gangs zwi­schen After­ka­nal und der Haut im eröff­ne­ten Abszess­be­reich, eine soge­nann­te Anal­fis­tel. Die­se kön­nen auf ganz unter­schied­li­chem Wege zur Haut­ober­flä­che verlaufen.
Der Ver­lauf der Fis­tel kann nur unter der Schleim­haut ver­lau­fen und den Schliess­mus­kel umge­hen (sub­mu­kö­se Fis­tel), teil­wei­se durch­bre­chen (intersphink­te­re Fis­tel) oder ganz durch­bre­chen (trans­sphink­te­re Fis­tel). Es gibt auch Fis­teln, die sich nach oben aus­deh­nen und die Becken­bo­den­mus­ku­la­tur durch­stos­sen (supra­le­va­to­ri­sche und extrasphink­te­re Fis­teln). Letz­te­re sind glück­li­cher­wei­se sel­ten. Sel­te­ner sind Anal­fis­teln Aus­druck einer chro­nisch-ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kung wie der Mor­bus Crohn.

Wir unter­schei­den zwi­schen den ver­schie­de­nen Fisteltypen:

  • Sub­mu­kö­se Fis­teln ver­lau­fen nur unter der Haut des After­ka­na­les und kön­nen ein­fach gespal­ten werden.
  • Intersphink­te­re Fis­teln durch­drin­gen nur den inne­ren, nicht den äus­se­ren Schliess­mus­kel und kön­nen eben­falls meist durch­trennt wer­den, ohne dass eine Stuhlin­kon­ti­nenz droht.
  • Trans­sphink­te­re Fis­teln ver­lau­fen durch bei­de Schliess­mus­kel­an­tei­le. Nur sehr sel­ten kommt die ein­fa­che Durch­tren­nung in Fra­ge. Oft sind tech­nisch anspruchs­vol­le Fis­tel­ver­schluss­ope­ra­tio­nen erfor­der­lich, um eine Hei­lung herbeizuführen.
  • Supra- und extrasphink­te­re Fis­teln ver­lau­fen ober­halb des Schliess­mus­kels und sind sel­ten aber eine Fis­tel­ver­schluss­ope­ra­ti­on ist hier beson­ders schwierig.

 

Wel­che Sym­pto­me entstehen?

Beim Abszess sind Schmer­zen, Schwel­lungs­ge­füh­le, gele­gent­lich aber auch All­ge­mein­sym­pto­me (Fie­ber und Unwohl­sein) vorhanden.
Fis­teln ver­ur­sa­chen wenig bis kei­ne Schmer­zen. Die Pati­en­ten sind meist durch die gelb­lich eit­ri­ge Sekre­ti­on der Fis­tel ver­bun­den mit Näs­sen und Juck­reiz gestört. Bei jeder Fis­tel kann sich durch Ver­halt ein erneu­ter Abszess bil­den, der den Schliess­mus­kel oder den End­darm schädigt.
 

Wie wird die Dia­gno­se gestellt?

Die Dia­gno­se wird durch sorg­fäl­ti­ge Unter­su­chung des End­darms gestellt. Dazu gehört die kli­ni­sche Unter­su­chung (Aus­tas­tung des After­ka­na­les, After­ka­nal­spie­ge­lung) und eine Ultra­schall­un­ter­su­chung (Endo­so­no­gra­phie). Uns steht dabei die neu­es­te Ultra­schall­tech­nik zur Ver­fü­gung, die den Fis­tel­ver­lauf in Bezie­hung zum Schliess­mus­kel in einem 3-dimen­sio­na­len räum­li­chen Bild genau sicht­bar macht. Sel­ten ist bei schwie­ri­gen Fäl­len ein MRI (Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie) des Becken­bo­dens ange­zeigt. Falls Hin­wei­se für eine Stö­rung der Stuhl­kon­ti­nenz vor­han­den sind, neh­men wir eine Schliess­mus­kel­druck­mes­sung (ana­le Mano­me­trie) vor.
 

Wie erfolgt die Behand­lung beim Anal­ab­szess und der Analfistel?

Anal­ab­szess

Die The­ra­pie des Abszes­ses erfor­dert eine rasche, chir­ur­gi­sche Eröff­nung. Es wird in der Regel nur der Eiter­herd ent­leert. Eine all­fäl­li­ge Fis­tel­be­hand­lung soll erst nach Abhei­lung der Ent­zün­dung erfol­gen auch unter dem Aspekt, dass die­se bei einem Teil der Betrof­fe­nen spon­tan ausheilt.

Anal­fis­tel

Die ange­wen­de­te Ope­ra­ti­ons­tech­nik hängt vor allem vom Ver­lauf der Fis­tel ab. Dabei ist der Bezug des Fis­tel­gan­ges zum Schliess­mus­kel von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Die Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren rei­chen von sehr ein­fa­chen bis zu schwie­ri­gen Fis­tel­ver­schluss­ope­ra­tio­nen. Der Fis­tel­typ ist hier­bei entscheidend.


 

Fis­tel­spal­tung (Fis­tu­lo­to­mie)

Ober­fläch­li­che, nicht oder nur zum Teil im Schliess­mus­kel ver­lau­fen­de Fis­teln las­sen sich ohne Gefahr einer Schä­di­gung längs durchtrennen.

Faden-Ein­la­ge (Seton-Ein­la­ge)

Die Metho­de dient zur Vor­be­rei­tung einer spä­te­ren Fis­tel­ope­ra­ti­on. Ein Seton (Fäden oder Sili­kon­la­sche) wird durch den Fis­tel­ka­nal hin­durch­ge­zo­gen, der den kon­stan­ten Sekret­fluss nach aus­sen ermög­licht und mit der Abhei­lung zur Ver­nar­bung führt, was die defi­ni­ti­ve Fis­tel­ope­ra­ti­on erleichtert.

Aus­schnei­den der Fis­tel (Fis­tu­lek­to­mie)

Fis­teln, die den grös­se­ren Tei­le des Schliess­mus­kels (Sphink­ter) durch­drin­gen (inter- und trans­sphink­te­re Fis­teln) wer­den aus der Umge­bung soweit als mög­lich, bis hin zur inne­ren Öff­nung am End­darm, her­aus­ge­schält. Der Mus­kel wird ver­näht und die Öff­nung im Darm (inne­re Fis­tel­öff­nung) anschlies­send mit einem Schleim­haut­läpp­chen ver­schlos­sen (Muco­sa Flap). Alter­na­tiv wird die Fis­tel ope­ra­tiv ent­fernt, der Schliess­mus­kel durch­trennt und wie­der rekon­stru­iert (Fis­tu­lek­to­mie mit pri­mä­rer Sphinkt­er­naht). Bei­de Tech­ni­ken sind tech­nisch anspruchs­voll und ber­gen ein gewis­ses Inkon­ti­nenz-Risi­ko. Neu­er­dings ste­hen Schliess­mus­kel-scho­nen­de Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken zur Verfügung 

Fis­tel-Plug

Hier­bei wird die Fis­tel nicht aus­ge­schnit­ten. So ent­ste­hen kei­ne Schä­den am Schliess­mus­kel. Der Fis­tel­gang wird aus­ge­kratzt bzw. aus­ge­bürs­tet und ein Plug (Stöp­sel), aus Kol­la­gen oder einem bio­syn­the­ti­schen Mate­ri­al, wird durch die Fis­tel gezo­gen. Der Plug wird ein­ge­näht und je nach Situa­ti­on nach aus­sen eine Drai­na­ge­wun­de eröffnet
Das klingt zunächst sehr gut. Lei­der haben sich die ursprüng­lich beschrie­ben Hei­lungs­quo­ten von bis zu 80% nicht bestä­tigt und die Erfolgs­aus­sich­ten (d.h. lang­fris­ti­ger Fis­tel­ver­schluss) ist nur bei ca 50%.
Des­halb wen­den wir die­se Metho­de nur zurück­hal­tend und in ganz aus­ge­wähl­ten Fäl­len an.

Fis­tel­ver­schluss mit­tels LIFT (Liga­ti­on of Intersphinc­te­ric Fis­tu­la Tract)

Die­se Metho­de ermög­licht die tech­nisch etwas ein­fa­che­re Ope­ra­ti­on von trans­spink­te­ren Fis­teln (Fis­teln wel­che durch bei­de Schliess­mus­keln hin­durch ver­lau­fen). Bei der LIFT-Ope­ra­ti­on wird der Fis­tel­gang zwi­schen den bei­den Schliess­mus­keln auf­ge­sucht, unter­bun­den und durch­trennt. Der äus­se­re Anteil des Fis­tel­gan­ges wird bis zum Schliess­mus­kel ent­fernt. Die Hei­lungs­ra­ten lie­gen bei die­ser rela­tiv schmerz­ar­men und Schliess­mus­kel scho­nen­den Ope­ra­ti­on zwi­schen 80–90%.


 

Ther­mi­sche Fistelverschluss-Techniken

Wir wen­den hier die Laser-Metho­de (FiLaC=Fistula-Laser-Closure) an. Die ele­gan­te Metho­de setzt eine Seton­fa­den­be­hand­lung vor­aus. Hier­bei wird der äus­se­re Fis­tel­gang aus­ge­schnit­ten und der im Schliess­mus­kel ver­lau­fen­de Teil mit­tels Hit­ze ver­schlos­sen. Die Metho­de ist schmerz­arm und Schliess­mus­kel scho­nend. Die äus­se­re Wun­de heilt in vier bis sechs Wochen aus.
 

Wie hoch sind die Erfolgs­chan­cen nach einer Analfisteloperation?

Heu­te steht eine Viel­zahl von Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken zur Ver­fü­gung. Das heisst es gibt nicht die idea­le erfolg­ver­spre­chen­de Behand­lungs­me­tho­de. Fis­tel­ope­ra­tio­nen ber­gen das erhöh­te Risi­ko einer Kon­ti­nenz­stö­rung, des­halb sind schliess­mus­kel­scho­nen­de Ver­fah­ren in der Behand­lung vor­zu­zie­hen. Es exis­tie­ren noch wei­te­re nicht auf­ge­führ­te Ver­fah­ren. Die Fis­tel­be­hand­lung setzt auf jeden Fall gros­se chir­ur­gi­sche Erfah­rung vor­aus. Auch bei erfah­re­nen Spe­zia­lis­ten besteht die Mög­lich­keit einer wie­der­keh­ren­den Fis­tel von 10 bis 30%.
 

Erfolgt der Ein­griff Ambu­lant oder Stationär?

In der Regel raten wir zur sta­tio­nä­ren Operation.

 
Scho­nen­de Laser­be­hand­lung von Analfisteln:

Was ist eine Anal­fis­sur und wie ent­steht sie?

Eine Anal­fis­sur ist ein schmerz­haf­ter Ein­riss der Haut des After­ka­na­les (Anoderm) meist durch har­ten Stuhl­gang bei Ver­stop­fung (Obs­ti­pa­ti­on), ins­be­son­de­re durch star­kes Pres­sen ent­ste­hend. Sexu­al­prak­ti­ken mit Ein­füh­ren von Gegen­stän­den oder Anal­ver­kehr kön­nen eben­so eine Anal­fis­sur ver­ur­sa­chen. Sel­te­ner sind loka­le Reiz­zu­stän­de z. Bsp. bei chro­ni­schem Durch­fall oder beglei­tend bei Hämor­rhoidal-beschwer­den dafür ver­ant­wort­lich. Meist tritt der Riss hin­ten zum Steiss, sel­te­ner zum Damm hinauf.
 

Was sind die Sym­pto­me einer Analfissur?

Die Pati­en­ten berich­ten über ein plötz­lich beim Stuhl­gang auf­ge­tre­te­nen star­ken Schmerz (Stich, star­kes Bren­nen), der für eini­ge Minu­ten bis Stun­den anhal­ten kann. Gele­gent­lich tritt eine schwa­che, hell­ro­te Blu­tung auf. Juck­reiz und Näs­sen sind wei­te­re Sym­pto­me. Typisch ist eine schmerz­be­ding­te Ver­kramp­fung des Schliess­mus­kels, der die Durch­blu­tung ver­min­dert und so die Hei­lung behin­dert. Aus Angst vor dem nächs­ten Stuhl­gang kommt es zu zuneh­men­der Ver­stop­fung. Es ent­wi­ckelt sich ein Teu­fels­kreis, der die Abhei­lung der Anal­fis­sur ver­hin­dern kann. Nach zwei bis drei Mona­ten ent­steht eine chro­ni­sche Anal­fis­sur mit schlecht hei­len­den nar­bi­gen Wundrändern.
 

Wie wird die Anal­fis­sur behandelt?

Die The­ra­pie der fri­schen (aku­ten) Anal­fis­sur umfasst die Ein­nah­me eines Schmerz­mit­tels, die loka­le Anwen­dung einer schmerz­stil­len­den Creme oder Zäpf­chen und Weich­hal­tung des Stuh­les (Stuhl­re­gu­la­ti­on). Zusätz­lich wer­den Cremes ver­ord­net, die den Schliess­mus­kel entspannen.
Die fri­sche Anal­fis­sur heilt in der Regel inner­halb von weni­gen Tagen ab. Eine gute Anal­hy­gie­ne mit aus­du­schen nach Stuhl­gang anstel­le der Rei­ni­gung mit Toi­let­ten­pa­pier ist hier­bei wichtig.

Auch chro­ni­sche Fis­su­ren kann man mit o.g. Sal­ben oft noch zur Abhei­lung brin­gen. Beim Aus­blei­ben einer Hei­lung unter kon­se­quen­ter Anwen­dung der genann­ten Mass­nah­men kommt als nächs­ter Schritt die Ope­ra­ti­on in Fra­ge. Das Aus­schnei­den der Fis­sur (Fis­su­rek­to­mie) samt des ver­narb­ten ent­zünd­li­chen Gewe­bes im After­ka­nal ist die The­ra­pie der Wahl. Die Ope­ra­ti­on kann in gewis­sen Fäl­len mit gleich­zei­ti­ger Boto­xin­jek­ti­on (Botu­li­nusto­xin) in den Schliess­mus­kel direkt an der Wund­rand­gren­ze kom­bi­niert wer­den. Dies ver­min­dert den Schliess­mus­kel­druck im Wund­hei­lungs­ge­biet und ver­bes­sert damit die Durch­blu­tung und schliess­lich die Wund­hei­lung. Die Wund­hei­lung nimmt ca sechs Wochen in Anspruch. Ana­le Dila­ta­ti­on (Auf­deh­nung des Schliess­mus­kels) oder die Teil­durch­tren­nung des Schliess­mus­kels (Late­ra­le Sphink­tero­to­mie) sol­len wegen mög­li­cher Spät­kom­pli­ka­tio­nen mit Stuhlin­kon­ti­nenz nicht mehr ange­wandt werden.


Die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zu den Behand­lungs­me­tho­den von Peri­anal­ven­en­throm­bo­se erhal­ten Sie in der fol­gen­den Über­sicht. Die Aus­füh­run­gen wer­den Ihnen eini­ge Anhalts­punk­te zu ver­schie­de­nen Fra­gen geben. Über spe­zi­fi­sche Details zur Dia­gno­se­er­stel­lung und Behand­lung bera­te ich Sie ger­ne per­sön­li­che in mei­ner Sprechstunde.
 

Was ist ein Pilo­ni­dal­si­nus (Syn: Sinus Pilo­ni­da­lis, Steiss­bein­fis­tel, Sakral­der­mo­id, Pilonidalcyste)?

Sie ver­ur­sa­chen oft Rötun­gen oder Schmer­zen im Bereich der Gesäss­fal­te. Es kön­nen Spu­ren von Eiter oder Blut in der Unter­wä­sche auf­tre­ten. Eine Abklä­rung beim Spe­zia­lis­ten lohnt sich, und die Schmer­zen kön­nen mit der rich­ti­gen Behand­lung nach­hal­tend beho­ben werden.
Die Erkran­kung wird durch in die Unter­haut ein­ge­drun­ge­ne Haa­re in der Gesäss­fal­te ver­ur­sacht. Durch die chro­ni­sche Ent­zün­dung bil­den sich klei­ne klei­ne Fis­tel­höh­len, wel­che unter Umstän­den ein ver­zweig­tes Gang­sys­tem bil­den kön­nen. Betrof­fen sind vor­wie­gend jün­ge­re Män­ner mit dunk­ler und star­ker Behaa­rung. Frau­en sind sechs bis sie­ben Mal weni­ger betroffen.
 

Was ist die Ursa­che für die Ent­ste­hung eines Pilonidalsinus?

Durch die mecha­ni­sche Belas­tung wer­den einer­seits die abge­scher­ten Haa­re wie Pfei­le in die Haut ein­ge­bohrt, ande­rer­seits ist wahr­schein­lich eine Stö­rung der Haar­fol­li­kel mit­ver­ant­wort­lich. Dabei bre­chen die Haa­re vor dem her­aus­wach­sen über das Haut­ni­veau ab und bil­den Haar­nes­ter in den erwei­ter­ten Haar­wur­zeln. Die­se sind als Ein­zie­hun­gen der Haut mit aus­spries­sen­den Haa­ren sicht­bar und wer­den als Pits bezeich­net. Schluss­end­lich bil­det sich ein Gang­sys­tem, das mit einer oder meh­re­ren Fis­tel­öff­nun­gen (=Steiss­bein­fis­tel, Pilo­ni­dal­fis­tel) zur Haut nach aus­sen dringt.
 

Wel­che Erschei­nungs­for­men und Ein­tei­lun­gen gibt es?

Eine ein­heit­li­che Klas­si­fi­zie­rung ist gegen­wär­tig noch nicht eta­bliert. Die fol­gen­de Auf­stel­lung ent­spricht einer Kom­bi­na­ti­on aus per­sön­li­cher, kli­ni­scher Erfah­rung und Erscheinungsformen: 


Typ 1a: Reiz­freie Pits oder Einziehungen
Typ 1b: Reiz­freie Pits mit Schmer­zen, Druckgefühl

 

Typ 2: Aku­te Absze­die­rung mit schmerz­haf­ter Schwel­lung und evt. zusätz­li­cher Rötung

 

Typ 3a: Pits bil­den auf der Mit­tel­li­nie beschränk­te schmerz­haf­te Fis­tel­gän­ge (Pilo­ni­dal­fis­tel) mit chro­ni­scher Ent­zün­dung und Flüs­sig­keits­aus­tritt. Mög­lich ist eine Geruchs­bil­dung durch bak­te­ri­el­le Besiedelung
Typ 3b: Die Pits bil­den die Mit­tel­li­nie über­schrei­ten­de schmerz­haf­te Fistelgänge(Pilonidalfistel) mit chro­ni­scher Ent­zün­dung und Flüs­sig­keits­aus­tritt. Mög­lich ist eine Geruchs­bil­dung durch bak­te­ri­el­le Besiedelung

 

Typ 4: Nach Vor­be­hand­lung wie­der auf­tre­ten­der Pilo­ni­dal­si­nus (Rezi­div)
 

Wie sieht eine ope­ra­ti­ve Behand­lung bei Pilo­ni­dal­si­nus aus?

Bei der aku­ten Aus­bil­dung eines Abszes­ses (Absze­die­rung) ist eine chir­ur­gi­sche Ent­las­tung mit dem Öff­nen des Abszes­ses zwin­gend. Erst nach der Abhei­lung nach frü­hes­tens vier bis sechs Wochen erfolgt die defi­ni­ti­ve Behand­lung. Anstel­le der klas­si­schen Metho­de mit kom­plet­tem Aus­schnei­den ste­hen auch alter­na­tiv weni­ger inva­si­ve Alter­na­ti­ven zur Ver­fü­gung. Die offe­nen Wun­den hei­len nur sehr lang­sam über Wochen bis Mona­te und bedin­gen oft eine län­ge­re Arbeits­un­fä­hig­keit und Ein­schrän­kung der täg­li­chen Akti­vi­tä­ten. Sie soll­te des­halb nur noch zurück­hal­tend ange­wandt wer­den, auch wenn sehr tie­fe Rück­fall­ra­ten doku­men­tiert sind.
 

Wel­che Alter­na­tiv­me­tho­den ste­hen zur Verfügung?

Zur alter­na­ti­ven Behand­lungs­me­tho­de bei Pilo­ni­dal­si­nus ste­hen die Metho­de des Pit-Picking, die Laser-OP (FiL­aC) und die Fis­tu­lek­to­mie zur Verfügung.
Pit-Picking ist prak­tisch bei allen Pati­en­ten mög­lich. Dabei wer­den die Pits mit dem dazu­ge­hö­ri­gen Haar­fol­li­kel und Epi­thel­saum aus­ge­schnit­ten und der Fis­tel­gang gesäu­bert. Durch eine Laser­be­hand­lung zer­stört eine ein­ge­führ­te Glas­fa­ser­son­de (FiLaC=FistulaLaserClosure) das Gewe­be und die Haar­an­tei­le im Fis­tel­gang. Dies führt zur Schrump­fung mit anschlies­sen­der Ver­ödung des Fis­tel­gangs. Der Vor­teil liegt in der bes­se­ren Abtra­gung von Fis­tel­ge­we­be und Haa­ren. Laut Stu­di­en wer­den dadurch die Erfolgs­ra­ten auf über 80 % erhöht.
Nur weni­ge Chir­ur­gen ver­fü­gen, wie wir, über die not­wen­di­ge, appa­ra­ti­ve Aus­stat­tung in der Praxis.
Bei der Fis­tu­lek­to­mie wird beglei­tend zum Pit-Picking der zuge­hö­ri­ge Fis­tel­gang aus­ge­schält und ent­fernt. Je nach Situa­ti­on ent­schei­den wir uns für den kom­bi­nier­ten Ein­satz des Pit Pickings mit Laser und/oder der Fis­tu­lek­to­mie. Oft ist die­ses Vor­ge­hen auch beim erneu­ten Auf­tre­ten von Pilo­ni­dal­si­nus, nach einer Vor­ope­ra­ti­on mög­lich, da sich als Ursa­che ver­blie­be­ne oder neu gebil­de­te Pits finden.
 

Was tun wenn die­se Metho­de nicht mög­lich ist?

Nur sel­ten ist auf­grund unse­rer Erfah­rung, bei kom­pli­zier­te­ren Fäl­len eine fol­gen­de Radi­kal­ope­ra­ti­on, kom­bi­niert mit plas­ti­scher Deckung not­wen­dig. Hier kann die Defekt­de­ckung mit­tels Lim­berg-Lap­pen oder nach Kary­da­kis erfol­gen. Ich bevor­zu­ge die Deckung nach Kary­da­kis, wel­che am Schluss die­ser Aus­füh­run­gen beschrie­ben ist.
 

Wie lan­ge dau­ert die Hei­lung und Arbeitsunfähigkeit?

Die Hei­lung ist nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen.
Meist reicht eine maxi­ma­le Arbeits­un­fä­hig­keit von drei bis fünf Tagen.
 

Ambu­lan­te oder sta­tio­nä­re Behandlung?

Der Ein­griff erfolgt in der Regel ambu­lant in der Pra­xis über eine loka­le Betäu­bung. Bei aus­ge­dehn­ten Befun­den kann die ambu­lan­te oder sta­tio­nä­re Ope­ra­ti­on mit Anäs­the­sie­be­glei­tung im Spi­tal aus­ge­führt werden.
 

Wie sind die Hei­lungs­chan­cen? Was kann ich tun um vorzubeugen?

Die Hei­lungs­ra­ten lie­gen nach Anwen­dung der beschrie­be­nen Ver­fah­ren, nach mei­ner Erfah­rung zwi­schen 80 bis 90%. Der Hei­lungs­ver­lauf durch regel­mäs­si­ge Rasur ist nur bis zum Wund­ver­schluss sinn­voll. Regel­mäs­si­ge Rasur dar­über hin­aus scheint ein Wie­der­auf­tre­ten von Pilo­ni­dal­si­nus nicht zu ver­hin­dern und es ist in man­chen Fäl­len eine dau­er­haf­te Epi­la­ti­on durch Laser oder IPL zu emp­feh­len, damit die Bil­dung neu­er Pits ver­mie­den wer­den kann.
 

Wie sieht eine Haar­ent­fer­nung durch IPL aus?

Als Ergän­zung zur ope­ra­ti­ven Behand­lung bie­ten wir in unse­rer Pra­xis die dau­er­haf­te Epi­la­ti­on in der Gesäss­fal­te mit­tels IPL an. Sie bil­det kei­ne Pflicht­leis­tung, wird aber unter Umstän­den auf Kos­ten­gut­spra­che­ge­such hin ganz oder teil­wei­se von der Kran­ken­kas­se über­nom­men. Wir bera­ten Sie ger­ne dazu.
 

Was ist eine plas­ti­sche Deckung nach Karydakis?

In kom­pli­zier­ten Fäl­len, wie bei­spiels­wei­se nach mehr­fa­chen Vor­ein­grif­fen, ist die Radi­kalex­zi­si­on mit plas­ti­scher Deckung zu emp­feh­len. Ich bevor­zu­ge die Ope­ra­ti­on nach Kary­da­kis, da sie weni­ger Sen­si­bi­li­täts­stö­run­gen ver­ur­sacht und kos­me­tisch zufrie­den­stel­len­de­re Resul­ta­te ergibt. Sie folgt dem Prin­zip der asym­me­tri­schen Ver­schluss­tech­nik. Es hat sich gezeigt, dass eine Naht seit­lich der Mit­tel­li­nie die bes­ten Hei­lungs­chan­cen auf­weist. Bei der Schnitt­füh­rung kann in der kri­ti­schen Zone, am Unter­rand der Nar­be die Naht wei­ter zur Sei­te ver­la­gert wer­den. Die­se Ope­ra­ti­on wird meist in Voll­nar­ko­se durch­ge­führt, ört­li­che Betäu­bung ist jedoch auch möglich.
Danach ist eine kör­per­li­che Scho­nung von zwei bis drei Wochen erfor­der­lich. In die­ser Zeit soll­te man nicht lan­ge sit­zen und kei­nen Sport trei­ben. Die Haut­fä­den wer­den nach zwölf Tagen gezo­gen, die tie­fen Fäden sind selbstauflösend.
Die Pati­en­ten kom­men nach die­ser Ope­ra­ti­on wöchent­lich zur Kon­trol­le in die Pra­xis. Klei­ne­re Wund­hei­lungs­stö­run­gen sind häu­fig, aber durch ent­spre­chen­de Pfle­ge, (Rasur der Wund­rän­der, Ent­fer­nung von Naht­ma­te­ri­al, spe­zi­el­le Wund­ver­bän­de) soll­ten kei­ne Kom­pli­ka­tio­nen auftreten.

 

Über die Dar­stel­lung sieht man das Aus­mass des zu ent­fer­nen­den Gewe­bes bei der Kary­da­kis Ope­ra­ti­on der Steissbeinfistel.
 

Der Haut-Unter­haut-Lap­pen wird auf der ober­fläch­li­chen Kör­per­fas­zie mobi­li­siert. Bei mei­ner Tech­nik wird nicht bis auf den Kno­chen eingegangen!
 

Der Haut-Unter­haut-Lap­pen wird span­nungs­frei ein­ge­näht, der Defekt der Mit­tel­li­nie ist repa­riert. Deut­lich zu erken­nen ist die Abfla­chung der Gesäss­fal­te und die seit­li­che Naht­li­nie, bei­des Fak­to­ren, die einem Wie­der­auf­tre­ten des Sinus pilo­ni­da­lis vorbeugen.

Die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zur Behand­lung bei Peri­anal­ven­en­throm­bo­se erhal­ten Sie in der fol­gen­den Über­sicht. Die Aus­füh­run­gen wer­den Ihnen eini­ge Anhalts­punk­te zu ver­schie­de­nen Fra­gen geben. Über spe­zi­fi­sche Details zur Dia­gno­se­er­stel­lung und Behand­lung bera­te ich sie ger­ne per­sön­lich in mei­ner Sprechstunde.
 

Was ist eine Perianalvenenthrombose?

Auch Anal­ven­en­throm­bo­se genannt, ist eine schmerz­haf­te, aber harm­lo­se Schwel­lung im After­be­reich, die durch ein Blut­gerin­sel in den ober­fläch­lich um den After lie­gen­den Venen auf­tritt. Akut bil­den sich ein bis meh­re­re bläu­li­che äus­serst schmerz­haf­te Kno­ten. Sie wer­den häu­fig mit Hämor­rhoi­den ver­wech­selt und fälsch­li­cher­wei­se als äus­se­re Hämor­rhoi­den bezeichnet.
 

Was sind die Ursa­chen für eine Perianalvenenthrombose?

Län­ge­res Sit­zen, mecha­ni­sche Rei­zung durch Pres­sen, Hus­ten, das Heben von Las­ten, Durch­fall, gros­se inne­re Hämor­rhoi­den, Schwan­ger­schaft oder Mens­trua­ti­on gel­ten als mög­li­che begüns­ti­gen­de Fak­to­ren. Die eigent­li­che Ursa­che bleibt jedoch oft unge­klärt. Meist reicht die Blick­dia­gno­se aus um den Kno­ten von einem throm­bo­sier­ten Hämor­rhoidal­kno­ten zu unter­schei­den. Im Zwei­fels­fall erfolgt eine Ano­sko­pie (Spie­ge­lung des After­ka­nals) zur wei­te­ren Differenzierung.
 

Wie wird die Peri­anal­ven­en­throm­bo­se behandelt?

Im fri­schen Zustand kann in loka­ler Betäu­bung das Blut­gerin­sel durch einen klei­nen Schnitt aus­ge­presst wer­den, was die Schmer­zen im wei­te­ren Ver­lauf erheb­lich min­dert. Meist kom­men die Pati­en­ten erst spä­ter zur Unter­su­chung und es hel­fen nur lokal schmerz­stil­len­de Cremes, Zäpf­chen und Schmerz­mit­tel mit abschwel­len­der Wir­kung. Beglei­tend ist auf wei­chen Stuhl­gang zu ach­ten. Die Schmer­zen klin­gen nach weni­gen Tagen ab. Die Schwel­lung kann aber noch über Wochen bestehen blei­ben. Oft ent­steht durch die lan­ge Haut­deh­nung eine blei­ben­de Haut­fal­te (Maris­ke oder Skin Tag), die unter Umstän­den bei der Stuhl­hy­gie­ne stört.

Die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zu den Behand­lungs­me­tho­den von Maris­ken erhal­ten Sie in der fol­gen­den Über­sicht. Die Aus­füh­run­gen wer­den Ihnen eini­ge Anhalts­punk­te zu ver­schie­de­nen Fra­gen geben. Über spe­zi­fi­sche Details und zu einer Dia­gno­se­er­stel­lung wer­de ich Sie ger­ne in einem per­sön­li­chen Bera­tungs­ge­spräch informieren.
 

Was sind Maris­ken? (Skin Tags)

Maris­ken sind Haut­läpp­chen am After, die in der Regel weni­ge Pro­ble­me berei­ten aber bei der Anal­hy­gie­ne hin­der­lich sein kön­nen. Durch die Maris­ken kann die Rei­ni­gung zwi­schen den Haut­fal­ten erschwert wer­den. Oft bil­den sich Maris­ken als Fol­ge einer Peri­anal­ven­en­throm­bo­se. Sie kön­nen ein­fach ope­ra­tiv ent­fernt werden.

Wie ent­ste­hen Feig­war­zen (Kondy­lo­me)?

Feig­war­zen wer­den durch Huma­ne Papil­lo­ma­vi­ren (HPV) über­tra­gen. Die Über­tra­gung erfolgt meist durch unge­schütz­ten Geschlechts­ver­kehr, sel­te­ner durch Hand­tü­cher, kon­ta­mi­nier­te Sitz­flä­chen in Bädern oder Sau­nen. Bestimm­te Unter­grup­pen des HPV Virus ver­ur­sa­chen Feig­war­zen an After, im After­ka­nal oder auch im Bereich des Penis und der Schei­de (HPV 6 und 11). Eini­ge Virus­sub­ty­pen (HPV 16 und 18) gel­ten als soge­nann­te high risk Vari­an­ten, da die­se unter ande­rem für die Ent­ste­hung des Gebär­mut­ter­hals­krebs ver­ant­wort­lich sein können. 

Hier­bei han­delt es sich um die­sel­be Virus­grup­pe, für die eine Imp­fung für Mäd­chen und Kna­ben pro­pa­giert wird, um Gebär­mut­ter­hals­krebs vor­zu­beu­gen. Wie bei vie­len Virus­in­fek­tio­nen spielt das Immun­sys­tem dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Immun­ge­schwäch­te lei­den häu­fi­ger an sol­chen Warzen.

Die meis­ten Feig­war­zen sind harm­los aber auf jeden Fall anste­ckend. Der Sexu­al­part­ner eines oder einer Betrof­fe­nen soll­te immer unter­sucht und ggf. mit­be­han­delt wer­den, um einer erneu­ten gegen­sei­ti­gen Anste­ckung vor­zu­beu­gen. Im Übri­gen erhö­hen Feig­war­zen das Risi­ko der Betrof­fe­nen, sich mit HIV, Syphi­lis etc. zu infizieren.
Homo­se­xu­el­le Män­ner sind von Kondy­lo­men häu­fig betrof­fen. Abge­se­hen vom geschütz­ten Ver­kehr kann hier eine Imp­fung durch­aus Sinn machen. Ob eine Imp­fung, bei bereits von War­zen betrof­fe­nen Per­so­nen Sinn macht, ist wis­sen­schaft­lich nicht end­gül­tig belegt. Es scheint jedoch so, dass ein Wie­der­auf­tre­ten nach erfolg­rei­cher Behand­lung deut­lich redu­ziert wird.
 

Wel­che Sym­pto­me ver­ur­sa­chen Feigwarzen?

Die weiss­lich bis bräun­lich, teil­wei­se blu­men­kohl­ar­tig aus­se­hen­den War­zen, kön­nen aus­ge­dehn­te War­zen­bee­te bilden.
 

Wie sieht eine Feig­war­zen-The­ra­pie aus?

Meist sind meh­re­re Fach­dis­zi­pli­nen invol­viert, wie behan­deln­de Inter­nis­ten, Haut­ärz­te, Gynä­ko­lo­gen, Uro­lo­gen und Prok­to­lo­gen. Die behan­deln­den Ärz­te haben durch­aus unter­schied­li­che The­ra­pie­an­sät­ze. Oft wer­den zunächst Cremes bzw. Lösun­gen zum Auf­tup­fen ein­ge­setzt wie Podo­phyl­lin, Imi­qui­mod z.B. Alda­ra®. Manch­mal kom­men auch ande­re Ver­fah­ren wie Kryo­ly­se oder Laser­a­b­la­ti­on zur Anwendung.
Wir bevor­zu­gen die Wet­fiel­dko­agu­la­ti­on, bei der die War­zen mit Hoch­fre­quenz­strom koagu­liert wer­den. Eini­ge der War­zen wer­den vor­her zur fein­ge­web­li­chen Unter­su­chung entnommen.

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